Kleinserien und Sonderanfertigungen und Eigenbauten:

Wie immer deuitlicher wird, hat es in der DDR eine ziemlich große Aktivität an Kleinserienherstellungen und - sich aus dem DMV ergebenden - Vereinsaktivitäten gegeben. Darüber mehr zu erfahren, wäre nicht nur für mich als den Beschreiber dieser Seiten, sondern sicherlich auch für viele andere interessierte sehr spannend. So ist diese Seite also offen für alle, die etwas wissen, oder haben und bereit sind, davon ein Photo und eine Kurzbeschreibung zur Verfügung zu stellen. Wer etwas hat und hier mit preisgeben mag, kann mich hier anmailen: stefan.troitzsch (ät) gmx . de

Aus dieser Schiene mag ja auch der vierachsige Personenwagen stammen, der hier vorgestellt ist.

 

Von der Firma Horst Halbauer in Berlin stammen diese Kleinserien-Weichen, die man mit denPilz-Antrieben benutzen konnte.

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doppelte Kreuzungsweiche

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asymetrische Dreiwegweiche

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Außenbogenweiche (Y-Weiche)

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Innenbogenweichen rechts und links

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30°-Kreuzung

Von der Firma Kehi, die es noch heute gibt (auch wenn sie sich von Spur-N-Fertigungen weitgehend zurückgezogen hat), stammt dieses kleine Gussteil, das den Vorläufer der 65er von Piko ersetzte und damit für etwas bessere Laufeingenschaften sorgte.
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Radsatz und Kupplungsgegenhalter mussten abgezogen und auf das Gussteil wieder aufgesetzt werden. Zum Vergleich ein Originalteil.

Interessant auch die Verpackung: Oben die ältere, die eindeutig auf nicht-geschäftliches Handeln hinweist, während die untere eine richtige Firmenbezeichnung aufweist, da wohl zu diesem Zeitpunkt so etwas wie eine Gewerbegenehmigung vorlag.

Weitere Kehi-Modelle folgen, es muss nur noch festgestellt werden, inwieweit die bereits in DDR-Tage hineinreichen (Weichendrahtzugatrappen, Laster, Draisine, Trabbis usw)

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Dieses gute Stück ist keine Kleinserie, eher etwas aus der Spielzeugzubehörkiste. Vielleicht weiß ja jemand den Hersteller von dem Kran. Dietzel??????

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Dieser Eigenbau-3-Achser basiert wohl auf dem 2achsigen Tonnedachwagen, ist aber sehr sauber verarbeitet und beschriftet. In welche Zeit er zurückreicht, kann nicht festgestellt werden - er taucht so bei ebay auf im September/Oktober 2005

65 1073 Fleischmann-Piko.JPG (102731 Byte)

Eine 65er auf einem Fleischmann-Fahrgestell entstanden.
Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dietmar Kaiser

118 059 Vollsichtkanzel, Umbau, rotbraun.jpg (45479 Byte)

Ein V180 - Gehäuse auf einem V200-Fahrgestell.
Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dietmar Kaiser

sächsischer Abteilwagen.JPG (81542 Byte)Ein vierachsiger sächsischer Abteilwagen, zusammengesetzt aus zwei Windbergwagen. Leider ist die Beschriftung doppelt belasser worden.
Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dietmar Kaiser
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entsprechende Zusammenbauten aus Steinschen Wagen zu Vierachsigen Eilzugwagen 1. und 2. Klasse. Diese Bilder sind direkt bei mir gelandet

Flachwagen mit LKW.jpg (28646 Byte)

Flachwagen mit LKW, umgebaut aus Drehschemelwagen

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dietmar Kaiser

Selbstbau - Bromberg.JPG (97155 Byte)

Wie bei dem Dreiachser weiter oben sind hier Tonnendachwagenteile zu einem Vierachser kombiniert wordem.
Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dietmar Kaiser

Umbau aus Tillig.jpg (48457 Byte)

Hier haben Tillig-Teile herhalten dürfen (vermutlich eher Zeuke-TT-Teile).
Wagenkasten wurde gekürzt und verschmälert um ihn auf die N-Drehgestelle setzen zu können.

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dietmar Kaiser

Selbstbau-Tiefladewagen.JPG (80478 Byte)

aus einfachen Mittel entstand hier ein vierachsiger Tiefladewagen.

Bild freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dietmar Kaiser

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Scan aus dem Modelleisenbahnkalender 1974,
Verlag VEB Bild und Heimat, Reichenbach 1973, Originaltext rechts

Die Schönste in N

Nachdem wir im März die schöne Reko-Lokomotive 01507 in der Spurweite von 1435 mm vorstellten, wollen wir jetzt die 01527 in der Spurweite von 9 mm zeigen und besprechen. Das abgebildete ausgezeichnete N-Modell baute Wolfgang Köhler aus Dresden selbst, obwohl er dabei mancherlei Probleme lösen mußte. Passende Räder für dieses Triebfahrzeug verschaffte sich Modellbahnfreund Köhler beispielsweise dadurch, daß er Kuppelräder der Baureihe 23 vorn VEB Berliner TT-Bahnen abdrehte und mit neuen Radreifen ausrüstete. Der Antriebsmotor befindet sich im Tender und treibt über die elastische Welle und das Zahnradgetriebe die Treibachse an, Insgesamt besticht diese 01 durch eine außerordentlich exakte, saubere Verarbeitung und sehr gute Detaillierung. Acht weitere Eigenbaulokomotiven des Modellbahnfreundes Köhler zeigen die gleiche präzise Ausführung.

Sehr interessant ist auch die Anlage gestaltet.

In einer Breite von etwa 50 cm führt das Gelände an zwei Wänden eines kleinen Zimmers als oberer Abschluß einer geschlossenen, niedrigen Schrankwand entlang. Da gerade bei N-Anlagen die Störanfälligkeit durch Staub sehr groß ist, werden die beiden Anlagenteile bei "Betriebsruhe" durch zwei Klappdeckel abgedeckt, die in der gleichen Weise furniert sind wie die Schränke, auf denen sie stehen. Soll auf der Anlage gefahren werden, klappt Wolfgang Köhler die Deckel nach oben und legt sie an die Wand an, eine gute Lösung, die weiterempfohlen werden kann.

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Scan aus dem Modelleisenbahnkalender 1974,
Verlag VEB Bild und Heimat, Reichenbach 1973, Originaltext rechts
Klein, kleiner, noch kleiner

Unter diesem Motto schuf das Ehepaar Maria und Christian Spindler kleine Besonderheiten der Feinmechanik.

Während wir im vorjährigen Kalender bereits einen Eigenbau der 204 in Nenngröße N von Modellbahnfreund Spindler bewundern konnten, stellt er uns jetzt neben dem sehr schönen N-Nebenbahntriebwagen gleich drei Rangierlokomotiven vom Typ Köf vor. Diese Modelle erinnerten uns wieder an den schon früher veröffentlichten Vorschlag, eine betriebsfähige HO-Köf dadurch zu schaffen, daß der Motor in einem fest mit der Köf gekuppelten Güterwagen untergebracht wird. Alle von Christian Spindler gebauten Köf in Nenngröße N besitzen einen eigenen Antrieb auf beide Achsen. Die benötigten Kleinstmotoren wickelte Freund Spindler selbst und verwendete für den Getriebebau Teile alter Armband- und Taschenuhren. Daß die Puffer gefedert sind und daß auf dem Umlauf Olkanne und Werkzeugkiste stehen, betrachtet Freund Spindler als Selbstverständlichkeit. Der interessanteste Eigenbau dürfte jedoch der ebenfalls betriebsfähige Skl sein.

Maria Spindler steht ihrem Mann keineswegs nach. Mit viel Liebe und in bestechend sauberer Ausführung gestaltet sie Gebäude und Landschaftsteile für die N-Anlage. Wie vorbildgetreu sie dabei arbeitet, zeigen die vielen Details: Türklinken, Ladegut, Antennen, selbst der Güterboden erhielt einen Innenausbau. Auch der Baumbestand wirkt verblüffend echt. Vervollständigt wird der gute Gesamteindruck durch eine gelungene Hintergrundkulisse.

Für dieses hier vorgestellte Anlagenteilstück können wir dem Ehepaar Spindler, dessen Arbeiten bereits mehrmals erste Plätze bei Modelleisenbahnwettbewerben errangen, uneingeschränktes Lob aussprechen.

kal_V200.jpg (8185628 Byte)
Scan aus dem Modelleisenbahnkalender 1974,
Verlag VEB Bild und Heimat, Reichenbach 1973, Originaltext rechts
 

 

Dieseltraktion in N

Die bei allen Fachleuten sehr bekannt gewordenen dieselelektrischen Güterzug-Lokomotiven der Baureihe 120 aus der UdSSR und die Rangierlokomotiven der Baureihe 107 aus der CSSR waren die Vorbilder der hier gezeigten Modelle in Nenngröße N. Modellbahnfreund Wolfgang Köhler, Dresden, ist der Erbauer dieser ausgezeichneten und bestechend sauber gearbeiteten kleinen Triebfahrzeuge. Selbst Scheibenwischer, Bremszylinder, Sandrohre und andere Details sind maßstabgerecht nachgebildet. Hervorragende Laufeigenschaften, die Freund Köhler durch Anbringung kleiner Fliehkraftkupplungen und Schwungmassen zwischen Motor und Achsen erreichte, zeichnen die Lokomotiven aus. Dieser Qualitätsarbeit verdankt eine Lok der Baureihe 120 den ersten Preis des Internationalen Modellbahnwettbewerbes 1970 in Prag, der erstmals einstimmig mit der Höchstpunktzahl von 100 Punkten vergeben wurde. Die abgebildeten Triebfahrzeuge und eine Anzahl weiterer Modelle von Wolfgang Köhler stellen feinmechanische Arbeiten in höchster Vollendung dar.

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Dieses Bild zeigt eine 78er auf umgebautem 65er Fahrgestell. Ort und Zeit des Umbaus sind unbekannt
78_2.JPG (414416 Byte) 78_u.JPG (416790 Byte)
V100_2.JPG (427715 Byte)V100_u.JPG (423443 Byte) Links eine V100, mit Fahrwerksteilen der V180, möglicherweise auf der Basis
des Umbauberichtes im modelleisenbahner, der mir aber nicht vorliegt.

Ort und Herkunft des Umbaus sind ebenfalls unbekannt

VT1816_1.JPG (404490 Byte)VT1816_3.JPG (390789 Byte) VT1816_u2.JPG (419951 Byte)
Diese Bilder zeigen einen VT18.16, umbebaut oder besser aufgebaut auf dem
Fahrgestell des blauen Triebwagens von PIKO. Auch hier sind Ort und Zeit
des Aufbaus nicht bekannt
kran3.JPG (404048 Byte)Talbot.JPG (418213 Byte) Transport.JPG (416536 Byte)
Diese drei Güterwagen stammen wohl aus der gleichen Hand wie die
78er und die V100 und der VT. Wer und wo bleibt offen
Die Kalenderblätter und die Modelle wurden zum Ablichten und Zeigen freundlicherweise von Herrn Kern in Stuttgart zur Verfügung gestellt. Danke!
ebenso gehört letztlich auf diese Seite der Städteexpresswagen des IGMet in Dresden, als Kleinserie verkauft. In gleicher Weise soll es den Doppelstockzug der PKP geben sowie weitere Kesselwagen (schwarz der DR und als CSD beschriftet. Genaueres erst, wenn mal ein Fahrzeug oder wenigstens ein  Bild davon vorbei kommt.

Und auch die 41er, die sich auf meiner Selbstbauseite findet ist natürlich einer der frühen Umbauten auf PIKO-N-Basis.

  wird weiter vervollständigt!